Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.

WM-Ruderer Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann im Interview in Aiguebelette

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© Sabine Tschäge

2. September 2015
In der Wartezeit auf ihr Finale haben die 24 Jährige Journalistik Studentin Lisa Schmidla und der 20 Jährige Medizin Student Jonathan Rommelmann einen Abstecher auf die Pressetribüne gemacht und für die Fans zu Hause ein paar Fragen beantwortet.

Sabine Tschäge (ST): Hallo Ihr Beiden, schön das ihr da seid, erst einmal Glückwunsch zum Vorlaufsieg! Was macht ihr jetzt an den freien Tagen, wie sieht euer Tagesablauf aus?
Jonathan Rommelmann (JR): Danke. Am ersten Tag nach dem Vorlauf stand erst einmal ein bisschen Regeneration auf dem Programm. Sprich: Ausschlafen, Physio, bisschen Spinning und abends Rudern. Heute werden wir 2mal rudern und eine Strecke fahren, um nicht aus dem Rennrhythmus zu kommen. Morgen dann noch 2mal kurz rudern.
Lisa Schmidla (LS): Nach dem Vorlaufsieg haben wir jetzt erst einmal ein paar Tage zum runterkommen. Da wir aber den Rennrhythmus drin lassen müssen, werden wir noch ein paar längere Streckenserien fahren. Ansonsten haben wir viel Zeit zum Schlafen und zum Lernen bleibt auch Zeit.

ST: Wie findet ihr die Strecke, für uns Zuschauer sieht es alles perfekt aus, besonders das Wasser und auch für die Zuschauer am Ufer haben sich die Veranstalter viel einfallen lassen, bekommt ihr davon was mit?
JR: Von dem Programm für die Zuschauer bekommen wir eher weniger mit. Die Strecke aber und alles hier drum herum sind eigentlich top. Der Bootsplatz könnte etwas größer sein, weil es teilweise echt eng ist, aber ansonsten kann man sich bei dem wunderschönen Panorama hier kaum beklagen.
LS: Ich war ja schon letztes Jahr zum Weltcup hier. Die Veranstalter haben dieses Jahr schon richtig viel aufgebaut im Vergleich dazu. Die Strecke ist sehr angenehm zu rudern, aufgrund des weichen Wassers. Allerdings ist die Strecke auch sehr windanfällig, aber damit kommen wir ja sehr gut klar.

ST: Ihr seid ja jetzt mit euren Teamkollegen schon lange zusammen, mit wem teilt ihr euch das Zimmer und gibt es manchmal Stress, oder wer führt bei der Playstation oder Ähnlichem?
JR: Ich war das gesamte Trainingslager und jetzt auch in Aiguebelette mit Philipp (Philipp Grebner, Doppelzweier Partner U23 WM) auf einem Zimmer. Das passt eigentlich ganz gut, wir gehen uns auch nach 10 Wochen und jetzt mittlerweile der 2. WM, außer ein paar Kleinigkeiten, noch nicht wirklich auf die Nerven. Ne Playstation haben wir hier gar nicht mit hin genommen aber ansonsten würde ich natürlich „führen“. :D
LS: Wir haben in den Trainingslagern immer wieder die Zimmerpartnerinnen getauscht. Am besten war das Einzelzimmer im finalen Vorbereitungstrainingslager (letztes Trainingslager in Ratzeburg vor der WM), da ja so oder so immer Leute um einen herum sind. Da war ich froh, mal 2 ½ Wochen Ruhe zu haben. Jetzt bin ich mit meiner Bugfrau Anne Thiele zusammen im Zimmer und das passt sehr gut. Wir haben immer viel zu lachen und zu erzählen.

ST: Bereitet ihr euch jetzt speziell auf das Finale vor?
JR: Nein nicht wirklich. Im Endeffekt ist das Finale ja auch nur ein 2000 Meter Rennen wie die anderen, nur dass es etwas mehr zur Sache geht, man hellwach sein muss und es am Ende für die schnellsten Drei schöne „Umhängsel“ (WM Medaillen) gibt.
LS: Das Finale werden wir wie jedes Finale bei einem Weltcup oder einer EM angehen. Natürlich ist die Aufregung eine ganz andere, aber im Endeffekt müssen wir wie immer voll einen rausbrezeln. ;)

ST: Habt ihr schon Pläne für nach der der WM, erholt ihr euch erst einmal oder geht es mit der Uni sofort weiter?
JR: Also für mich geht’s nach der WM erst einmal für 3 Wochen in den Urlaub mit meiner Familie nach Hawaii. Kitesurfen, entspannen und leider auch etwas für die Uni tun. Ich muss im Oktober noch meine Klausur nachschreiben, die ich wegen der U23 WM verschieben musste und außerdem habe ich noch Pflegepraktika für mein Studium zu absolvieren. Viel mit Erholung ist also nicht, aber ich hoffe, dass sich ein paar Stunden zum entspannen finden werden.
LS: Aufgrund der beginnenden Olympiasaison, sind unsere freien Tage genau abgezählt. Am 29.9 geht’s dann direkt ins nächste Trainingslager nach Lanzarote. Also viel Freizeit werde ich nicht haben, und die werde ich zuhause bei meiner Familie verbringen.

ST: Vielen Dank das ihr da wart und wollt ihr noch was an eure Fans in der Heimat sagen?
LS: Sehr gerne! Ich hoffe natürlich, dass viele Krefelder und vor allem viele vom Verein Jonnys und mein Rennen verfolgen. Letztes Jahr habe ich mich sehr über den Rückhalt und den Zuspruch beim Empfang am Verein gefreut. 
JR: Ich kann mich da Lisa nur anschließen! Ich freue mich sehr über jeden gedrückten Daumen. Wir geben unser Bestes!

Weitere Fragen beantworten Lisa Schmidla und Jonathan Rommelmann sicherlich gerne beim Empfang am Dienstag 8.9.2015 im Bootshaus des Crefelder Ruder-Club am Rhein. Zu dem hiermit alle nochmal alle herzlich eingeladen sind. Die Rennen können Live bei Eurosport oder im Internet unter www.worldrowing.com verfolgt werden. 

Autor: Sabine Tschäge
Tags: Senioren | International | Allgemeines
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